[OFFEN – Bild: Inhaberfoto nur als Platzhalter. Aufmacher echtes Kartoffelhaus-Motiv mit Menschen oder gemeinsamem Tisch (kDrive-Ordner); Netzwerklogo nur ergänzend im Artikel.]
Im Kartoffelhaus sitzen jeden Tag Menschen zusammen, die ziemlich unterschiedlich sind.
Sie arbeiten in der Küche oder im Service, kommen aus Freiburg oder von weiter weg und bringen verschiedene Erfahrungen, Überzeugungen und Lebensentwürfe mit. In unserem Team arbeiten rund 50 Menschen aus fast 20 Nationen zusammen. Jeden Abend kommen viele weitere Menschen als Gäste hinzu.
Damit dieses Miteinander funktioniert, müssen nicht alle gleich denken. Entscheidend ist, wie wir einander begegnen: mit Respekt, Offenheit und der gleichen Wertschätzung – unabhängig davon, woher jemand kommt.
Für uns zeigt sich genau darin Demokratie. Nicht als großer Begriff, sondern ganz konkret im Alltag.
„Alle an einem Tisch“ ist mehr als ein Ernährungskonzept
Auf unserer Speisekarte bedeutet Vielfalt zunächst, dass unterschiedliche Menschen gemeinsam essen können. Badische Klassiker, vegetarische und pflanzliche Gerichte oder glutenfreie Küche stehen nicht getrennt für verschiedene Gruppen. Sie ermöglichen einen gemeinsamen Abend, ohne dass alle dasselbe bestellen müssen.
Der Gedanke dahinter reicht für uns aber weiter: Niemand muss genauso leben, essen oder denken wie die anderen, um dazuzugehören.
Unterschiede verschwinden nicht, wenn Menschen gemeinsam an einem Tisch sitzen. Aber sie müssen das Gemeinsame auch nicht verhindern.
Demokratie zeigt sich im Alltag
Ein Restaurant ist kein Parlament. Trotzdem ist es ein gesellschaftlicher Ort.
Menschen arbeiten zusammen, übernehmen Verantwortung, lösen Konflikte, hören einander zu und müssen Unterschiede aushalten können. Wie wir miteinander sprechen und umgehen, prägt unsere Unternehmenskultur jeden Tag.
Als Arbeitgeber für rund 50 Menschen tragen wir dafür Verantwortung. Wir können nicht alle gesellschaftlichen Probleme lösen. Aber wir können darauf achten, welche Kultur wir im eigenen Betrieb leben und welche Haltung wir nach außen vertreten.
Respekt, Menschenwürde und gleiche Wertschätzung sind für uns keine politischen Schlagworte. Sie sind die Grundlage dafür, dass Zusammenarbeit und Gastfreundschaft überhaupt funktionieren.
Warum wir Teil von Unternehmen für Demokratie sind
Unser Beitritt zu Unternehmen für Demokratie ist deshalb keine neue Positionierung. Er ist vielmehr ein sichtbares Bekenntnis zu einer Haltung, die das Kartoffelhaus schon lange prägt.
Das Netzwerk bringt Unternehmen zusammen, die Verantwortung für ein respektvolles und demokratisches Miteinander übernehmen möchten. Es schafft Möglichkeiten für Austausch, Veranstaltungen, Schulungen und gemeinsame Kampagnen.
Besonders wichtig ist uns dabei die klare Unterscheidung:
Parteipolitisch unabhängig. Demokratisch eindeutig.
Wir möchten unseren Gästen und Mitarbeitenden nicht vorschreiben, welche Partei sie wählen oder welche Meinung sie zu einzelnen politischen Fragen haben sollen. Bei Menschenwürde, Respekt, Offenheit und demokratischen Grundwerten möchten wir aber nicht neutral bleiben.
Haltung ohne erhobenen Zeigefinger
Zum Kartoffelhaus passt keine Kommunikation, die belehrt oder moralisch über anderen steht. Das gilt beim Essen genauso wie bei gesellschaftlichen Themen.
Wir möchten Menschen nicht sagen, wie sie zu leben haben. Wir möchten einen Ort schaffen, an dem Unterschiedlichkeit möglich ist und respektvoll miteinander umgegangen wird.
Die Mitgliedschaft bei Unternehmen für Demokratie gibt uns die Möglichkeit, uns mit anderen Betrieben auszutauschen, neue Impulse in unser Team zu tragen und gemeinsam sichtbar für demokratische Werte einzustehen.
Denn man muss nicht in allem einer Meinung sein, um gemeinsam an einem Tisch zu sitzen. Aber alle Menschen an diesem Tisch verdienen den gleichen Respekt.
Mehr über das Netzwerk erfahrt ihr bei Unternehmen für Demokratie.
